Ergebnisorientierung (04.04.10)

Während der heißen Phase eines Projekts zur Entwicklung eines neuen Medizinprodukts stellt Ihr Projektteam fest, dass die Einhaltung eines internen, hochgesteckten Qualitätsstandards zu einer Verzögerung der Markteinführung um drei Monate führen wird. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandard wird jedoch sicher erfüllt. Beschreiben Sie, wie Sie als ergebnisorientierter Projektleiter in dieser Situation vorgehen, und begründen Sie Ihre Entscheidung anhand von zwei zentralen Aspekten der Ergebnisorientierung (ICB 4.0).

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Merksatz:

Der Ergebnis-Kompass schlägt den starren Plan: Nutzen wiegen, statt blind zu fliegen!

Als ergebnisorientierter Projektleiter bist du kein Plan-Sklave, sondern ein Wert-Sicherer. Bei Konflikten gilt:

1. Die Waage nutzen (Trade-off-Analyse): Wiege den Zusatznutzen der Extra-Qualität gegen den wirtschaftlichen Schaden der 3-monatigen Verzögerung (Time-to-Market) ab.
2. Den Kapitän entscheiden lassen: Präsentiere diese Abwägung dem Auftraggeber/Lenkungsausschuss für eine bewusste Priorisierung.

Kern-Fokus: Ergebnisorientierung sichert den Business Case und den Gesamterfolg der Organisation, nicht das starre Festhalten an überholten Plänen. Gesetzliches Minimum steht, der Rest ist wirtschaftliche Abwägung.
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