Musterantwort: Das Eisbergmodell unterscheidet zwischen der sichtbaren Sachebene (Zahlen, Daten, Fakten, Ziele) und der unsichtbaren, meist unbewussten Beziehungsebene (Gefühle, Werte, Ängste, Vertrauen). Um dem Konflikt auf der Beziehungsebene präventiv zu begegnen, eignet sich die Durchführung eines moderierten Teambuilding-Workshops oder klärender Zweiergespräche außerhalb des operativen Tagesgeschäfts. Durch diese Maßnahme wird den Beteiligten ein geschützter Raum geboten, um Erwartungshaltungen, persönliche Arbeitsstile und mögliche Missverständnisse offen anzusprechen. Die Wirkung liegt darin, dass gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufgebaut werden, wodurch die emotionale Barriere abgebaut wird, bevor sich der Konflikt verhärtet und die Sachebene (die Projektarbeit) blockiert.
Diese Frage fokussiert das Kompetenzelement 'Konflikte und Krisen' (04.04.07) speziell im Kontext der Konfliktprävention und der psychologischen Grundlagen (Eisbergmodell) im Projektteam. Sie unterscheidet sich von den bisherigen Fragen, da sie nicht auf eine bereits eskalierte Krise oder Mediation abzielt, sondern auf die proaktive Erkennung und Steuerung von Beziehungsdynamiken.