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Welche Aussagen treffen auf die reine (autonome) Projektorganisation zu? (Wähle alle zutreffenden)
Typische Anwendungsfälle sind langfristige Bauprojekte oder Projekte mit Geheimhaltungsaspekt.
Ein wesentlicher Vorteil der reinen Projektorganisation besteht darin, dass keine organisatorischen Veränderungen in der bestehenden Linienstruktur erforderlich sind, da das Projekt vollständig in die vorhandenen Abläufe integriert wird.
Der Projektleiter ist gegenüber den Projektmitarbeitern fachlich und disziplinarisch weisungsbefugt.
Der Projektmanager übernimmt in dieser Organisationsform ausschließlich eine beratende und koordinierende Rolle, während die fachliche und disziplinarische Verantwortung vollständig bei den Linienvorgesetzten verbleibt.
In der reinen Projektorganisation wird die Entscheidungs- und Weisungsbefugnis zwischen der Linienorganisation und der Projektleitung aufgeteilt, wobei die Linie für Ressourcen und die Projektleitung für die fachliche Steuerung zuständig ist.
Merksatz:
In der
reinen (autonomen) Projektorganisation ist der Projektleiter der „König im eigenen Reich“: Er hat die
volle Macht (fachlich & disziplinarisch) über sein eigenes, separates Team, das oft für
langfristige Großprojekte (wie den Bau einer geheimen Burg) komplett aus der Linie herausgelöst wird.
Geteilte Befugnisse (Linie/Projekt): Das ist das Kennzeichen der Matrix-Projektorganisation, nicht der autonomen.
Nur beratende/koordinierende Funktion: Dies beschreibt die schwache Stabs-Projektorganisation, in der der Projektleiter keine Weisungsbefugnis hat.
- Keine organisatorischen Veränderungen nötig: Falsch, da für ein autonomes Projekt extra neue, tiefgreifende Strukturen und eigenständige Abteilungen geschaffen werden müssen.