🌐 Perspective 04.03.04

Macht & Interessen

French & Raven, Promotoren, Kraftfeld

Machtverhältnisse und Interessen im Projektumfeld erkennen und im Sinne des Projekts nutzen.

Übungsfragen zu Macht & Interessen (26)

☝️ Single Wie laesst sich der Begriff 'Macht' im Projektkontext treffend definieren?
Die Fähigkeit, andere durch Belohnungen zu motivieren
Das Recht, Anweisungen in einer Hierarchie zu erteilen
Die Chance, den eigenen Willen auch gegen Widerstände durchzusetzen
Die Gesamtheit aller formellen Entscheidungskompetenzen einer Person
Merksatz:
Wer Macht hat, rammt seinen Willen wie einen Pfahl in den Boden – selbst wenn die anderen dagegenstürmen und Widerstand leisten.

Warum die anderen falsch sind:
  • Belohnung: Das beschreibt lediglich ein Werkzeug der Motivation (Anreizsysteme), nicht die Definition von Macht selbst.

  • Formelle Kompetenz: Dies ist nur die formale „Befugnis“ (Autorität) laut Organigramm, bildet aber nicht die tatsächliche, informelle Durchsetzungskraft ab.

  • Recht auf Anweisungen: Das definiert lediglich die hierarchische „Weisungsbefugnis“ (Legitimation), ignoriert aber Machtquellen außerhalb der Hierarchie.
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☝️ Single Was unterscheidet 'Sozialisierte Macht' von 'Personalisierter Macht' nach McClelland?
Sozialisierte Macht wird eingesetzt, um gemeinsam etwas zu erreichen; personalisierte Macht dient der eigenen Durchsetzung
Sozialisierte Macht beruht auf formalen Hierarchien, personalisierte Macht nutzt informelle Netzwerke zur Einflussnahme
Sozialisierte Macht stützt sich auf fachliches Expertenwissen, personalisierte Macht basiert auf persönlicher Ausstrahlung
Sozialisierte Macht tritt offen und sichtbar auf, personalisierte Macht wirkt im Hintergrund und bleibt verborgen
Merksatz:
Sozialisierte Macht sucht das Soziale (Gemeinsame), Personalisierte Macht das Persönliche (Ego).

Hierarchien vs. Netzwerke: Falsch, weil McClellands Machtmotive die psychologische Absicht beschreiben, nicht den organisatorischen Kommunikationsweg.
Sichtbar vs. Unsichtbar: Falsch, da beide Machtformen je nach Situation sowohl völlig offen als auch subtil im Hintergrund wirken können.
  • Expertenwissen vs. Charisma: Falsch, da dies Quellen der Macht nach French/Raven sind und nichts mit McClellands Unterscheidung der Motivziele zu tun hat.
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☝️ Single Welche Machtbasis nach French & Raven beschreibt Macht durch fachliche Kompetenz und Spezialisierung?
Expertenmacht
Legitimationsmacht
Belohnungsmacht
Identifikationsmacht
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☝️ Single Was versteht man unter 'Informeller Macht' in den Dimensionen der Macht?
Macht durch hierarchische Position und Weisungsbefugnis
Macht durch gute Beziehungen, Netzwerke und Insiderwissen
Macht durch definierte Prozesse und Projektmanagement-Regeln
Macht durch fachliches Know-how und Erfahrung
Merksatz:
Informell ist wie der Flurfunk: Wer die richtigen Beziehungen pflegt, im Netzwerk fischelt und Insider-Infos teilt, hat die Fäden in der Hand – ganz ohne Chef-Sessel.

Warum die anderen falsch sind:
Hierarchische Position: Das ist formelle oder legitime Macht durch die offizielle Rolle.
Fachliches Know-how: Dies beschreibt die Expertenmacht (Spezialistenwissen), nicht die soziale Dynamik.
Prozesse und Regeln: Dies ist organisatorische oder prozessuale* Macht, die auf festen Strukturen statt auf persönlichen Kontakten beruht.
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☝️ Single Was ist das Ziel der Kraftfeldanalyse nach Lewin im Projektmanagement?
Die Stakeholder hinsichtlich ihres Einflusses und ihrer Einstellung zum Projekt zu priorisieren
Die verschiedenen Rollen und Verantwortlichkeiten im Projektteam eindeutig festzulegen
Die verfügbaren Ressourcen und Kompetenzen im Projektumfeld systematisch zu bewerten
Fördernde und hemmende Kräfte zu identifizieren um Maßnahmen abzuleiten
Merksatz:
Stell dir ein Tauziehen im Schlamm vor: Auf der einen Seite ziehen die Förderer (Helfer), auf der anderen die Hemmer (Bremser). Die Kraftfeldanalyse zeigt dir dieses Kräfteverhältnis, damit du gezielt das Seil auf die richtige Seite ziehen kannst.

Warum die anderen falsch sind:
Stakeholder nach Macht/Interesse klassifizieren: Das ist die klassische Stakeholder-Matrix (Macht-Interessen-Matrix), nicht Lewins Kraftfeld.
Die vier Promotoren-Typen bestimmen: Dies bezieht sich auf das Promotoren-Modell von Witte (Fach-, Macht-, Prozess-, Beziehungspromotoren).
  • Machtbasen der Beteiligten analysieren: Dies beschreibt die Analyse von Machtquellen (nach French und Raven) und nicht das dynamische Gleichgewicht von Kräften.
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☝️ Single Welche der folgenden Aussagen zur Stakeholder-Matrix (Macht/Interesse) ist korrekt?
Mitläufer haben hohe Einflussmöglichkeit und geringe Zustimmung – sie sind zufriedenzustellen
Unterstützer haben hohe Ablehnung aber geringe Einflussmöglichkeit
Promotoren haben hohe Einflussmöglichkeit und hohe Zustimmung – sie sind eng zu managen
Bremser haben geringe Einflussmöglichkeit und Ablehnung – sie sind zu überwachen
Merksatz: Promotoren sind die „Power-Pusher“: Hohe Macht, hohe Zustimmung – sie treiben das Projekt voran und müssen eng geführt werden, damit ihre Energie optimal genutzt wird.

Warum die anderen falsch sind:
Mitläufer: Haben meist geringe Macht, aber hohe Zustimmung – sie sind zu informieren.
Unterstützer: Haben hohe Zustimmung, aber nicht zwingend hohe Ablehnung.
  • Bremser: Haben hohe Ablehnung und können durchaus hohe Einflussmöglichkeit haben – sie sind zu managen oder zu neutralisieren.
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✌️ Multi Welche Machtbasen nach French & Raven gibt es? (Wähle alle zutreffenden)
Zwangs-/Bestrafungsmacht (Sanktionen androhen)
Identifikationsmacht (Vorbildwirkung)
Belohnungsmacht (Anreize vergeben)
Expertenmacht (Fachwissen)
Netzwerkmacht (informelle Kontakte)
Legitimationsmacht (formale Rolle)
Merksatz:
LeBIEbenslänglich Macht! Stell dir ein Liebes-Baby-In-Extase vor: Das Baby hat Legitimation (Elternrolle), Belohnung (Lächeln), Identifikation (Süß-Faktor) und Expertenwissen (beim Schreien) – das fünfte Element ist der Zwang (Bestrafung), aber niemals das Netzwerk.

Warum die anderen falsch sind:
  • Netzwerkmacht: Dies ist kein eigenständiges Element des klassischen Modells von French & Raven, sondern ein moderner Begriff der Organisationssoziologie.
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✌️ Multi Welche Merkmale kennzeichnen 'Personalisierte Macht' nach McClelland? (Wähle alle zutreffenden)
Verhalten: hierarchisch, dominant, durchsetzungsorientiert
Risiken: Egozentrik und Machtmissbrauch
Ziel: eigene Interessen durchsetzen und Position stärken
Motivation überwiegend intrinsisch (Sinn, Beitrag)
Fördert Vertrauen und langfristigen Teamerfolg
Merksatz:
Der personalisierte Machthaber ist ein Ego-König: Er herrscht dominant von oben herab, um nur sich selbst zu krönen, riskiert dabei aber den Sturz durch Missbrauch.

Intrinsische Motivation (Sinn, Beitrag) ist falsch: Bei personalisierter Macht treibt nicht der tiefere Sinn an, sondern der pure, egoistische Statusgewinn.
Fördert Vertrauen und Teamerfolg ist falsch: Diese Machtform zerstört Vertrauen, da sie auf Unterdrückung statt auf Kooperation basiert (das wäre „sozialisierte Macht“).
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