⚙️ Practice 04.05.01

Projektdesign

Vorgehensmodell, Org-Form, agil vs. klassisch

Das passende Vorgehensmodell (klassisch, agil, hybrid) und die Projektorganisation für das jeweilige Vorhaben wählen.

Übungsfragen zu Projektdesign (44)

☝️ Single Was ist das primäre Ergebnis des Projektdesigns in der Definitionsphase?
Ein Entwurf oder eine Gesamtarchitektur, wie das Projekt eingerichtet und gemanagt werden sollte.
Ein Konzept zur Sicherstellung der vollständigen Übereinstimmung aller Projektergebnisse mit den vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards.
Ein verbindlicher Plan zur kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Projektkosten gegenüber dem genehmigten Budgetrahmen.
Eine umfassende Aufstellung aller relevanten Stakeholder-Erwartungen inklusive ihrer priorisierten Einflussnahme auf den Projektverlauf.
Merksatz: Das Projektdesign ist der Architekt des Projekts: Es zeichnet den Bauplan, wie das Projekt "Haus" gebaut und verwaltet wird, bevor der erste Spatenstich erfolgt.

Warum die anderen falsch sind:
Ein Konzept zur Sicherstellung der vollständigen Übereinstimmung aller Projektergebnisse mit den vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards: Dies ist Teil des Qualitätsmanagements, nicht das primäre Ergebnis des Projektdesigns.
Ein verbindlicher Plan zur kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Projektkosten gegenüber dem genehmigten Budgetrahmen: Dies gehört zum Kostenmanagement und ist eine Folge des Designs, nicht das Design selbst.
  • Eine umfassende Aufstellung aller relevanten Stakeholder-Erwartungen inklusive ihrer priorisierten Einflussnahme auf den Projektverlauf: Die Stakeholder-Analyse ist eine wichtige Eingabe für das Design, aber nicht dessen primäres Ergebnis.
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☝️ Single Welche Werte enthält die Zahlenreihe beim Planning Poker zur relativen Schätzung?
Die lineare Skala mit äquidistanten Abständen (z.B. 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10) wird verwendet, um Aufwand und Komplexität gleichmäßig abzubilden.
Die prozentuale Verteilung von 0 % bis 100 % in Zehnerschritten (z.B. 0 – 10 – 20 – 30 – 40 – 50 – 60 – 70 – 80 – 90 – 100) dient der direkten Umrechnung in Personentage.
Die Potenzreihe mit Verdopplung (z.B. 1 – 2 – 4 – 8 – 16 – 32 – 64 – 128) spiegelt die exponentielle Zunahme von Unsicherheit bei größeren Arbeitspaketen wider.
Die Fibonacci-ähnliche Reihe (z.B. 0,5 – 1 – 2 – 3 – 5 – 8 – 13 – 20 – 40 – 100)
Merksatz:
Beim Planning Poker steigen die Schätzungen wie beim Kaninchen-Wachstum: Die Fibonacci-Reihe verdoppelt sich fast immer, weil größere Aufgaben auch größere Unsicherheiten (von 13 direkt auf 20, 40, 100) bedeuten.

Primzahlen: Sind mathematisch zu unregelmäßig und spiegeln die wachsende Unsicherheit bei großen Aufgaben nicht wider.
Prozentwerte: Prozentangaben sind absolut ungeeignet für die Schätzung von relativem Aufwand und Komplexität.
  • Werte 1, 2 und 3: Diese extrem enge Skala bietet viel zu wenig Abstufung für die unterschiedlichen Dimensionen von Arbeitspaketen.
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☝️ Single Wer ist im Scrum für die Priorisierung des Product Backlog verantwortlich?
Der Scrum Master
Der Product Owner (PO)
Der Lenkungsausschuss
Das Entwicklungsteam
Merksatz:
Der Product Owner ist der Prioritäten-Oberhaupt (PO) – nur er bestimmt die Reihenfolge im Backlog, weil ihm das Produkt gehört.

Scrum Master: Ist der Coach und Prozess-Hüter, kein inhaltlicher Entscheider.
Entwicklungsteam: Setzt die Einträge um und schätzt den Aufwand, priorisiert aber nicht.
  • Lenkungsausschuss: Existiert im klassischen Projektmanagement, hat aber in reinem Scrum keine Rolle oder direkte Backlog-Befugnis.
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☝️ Single Was ist ein MVP (Minimum Viable Product)?
Die erste minimal funktionsfähige Version, die als Diskussionsgrundlage Feedback ermöglicht.
Die vollständig ausgebaute Endversion, die alle Anforderungen vollständig erfüllt.
Ein formelles Dokument, das die Projektfreigabe und Vertragsdetails regelt.
Die kleinste marktfähige Ausbaustufe, die bereits erste Einnahmen generiert.
Merksatz:
Das MVP ist das „Baby-Produkt“: Es kann gerade so laufen (minimal funktionsfähig), um von den Eltern (Kunden) erstes Feedback für das spätere Wachstum zu bekommen.

Warum die anderen falsch sind:
  • Finale Vollversion: Ein MVP ist der allererste Anfang des Entwicklungsprozesses, nicht das fertige Endprodukt.

  • Kleinste verkaufsfähige Version: Beim MVP steht das Lernen und Feedback im Vordergrund, nicht der sofortige Verkaufsstart oder Umsatz.

  • Vertragsdokument: Das MVP ist ein echtes, physisches oder digitales Produkt zum Anfassen und Testen, kein Stück Papier.
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☝️ Single Was beschreibt das MMP (Minimum Marketable Product) im Unterschied zum MVP?
Ein vollständig ausgearbeitetes Lastenheft, das alle Anforderungen des Auftraggebers detailliert spezifiziert.
Ein Sprint-Backlog, der die konkret geplanten Arbeitspakete des nächsten Entwicklungszyklus priorisiert auflistet.
Eine reine Designskizze ohne technische Umsetzung, die lediglich als visuelle Vorlage für das Entwicklungsteam dient.
Die kleinste beim Kunden einsetzbare Version, mit der erste Umsätze erzielt werden können.
Merksatz:
Das MMP bringt Moneten (Portionenweise): Während das MVP nur lernt, macht das MMP als kleinste Version im Markt bereits Kasse.

Designvorlage: Ist nur ein leeres Bild ohne echten Kundennutzen oder Funktion.
Pflichtenheft: Ist ein starres, theoretisches Planungsdokument und kein marktfähiges Produkt.
  • Sprint Backlog: Ist nur eine kurzfristige Aufgabenliste für die Entwicklung, kein fertiges Produktrelease.
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✌️ Multi Welche der folgenden sind Scrum-Artefakte nach dem Scrum Guide? (Wähle alle zutreffenden)
Product Backlog
Gantt-Diagramm
Product Increment
Sprint Backlog
Merksatz:
Scrum-Artefakte sind wie ein Bäcker-Dreisprung: Erst schreibst du das Rezept (Product Backlog), dann wiegst du die Zutaten für heute ab (Sprint Backlog) und am Ende hast du das fertige, leckere Brötchen (Product Increment) in der Hand.

Warum die anderen falsch sind:
  • Gantt-Diagramm: Dies ist ein klassisches Werkzeug der traditionellen, sequenziellen Projektplanung (Wasserfall) und existiert im agilen Scrum-Framework schlichtweg nicht.
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☝️ Single Welcher Grundregelkreis von Scrum beschreibt 'Transparenz – Überprüfung – Anpassung'?
Initialisierung – Detaillierung – Abschluss als Phasenmodell des Projektlebenszyklus
Planung – Durchführung – Kontrolle als klassischer Regelkreis zur Steuerung von Projektabläufen
Transparency – Inspection – Adaptation
Teambildung – Konfliktphase – Normierungsphase als Modell der Gruppenentwicklung im Projektteam
Merksatz:
Scrum ist wie eine gläserne Werkstatt: Erst sorgt man für Durchblick (Transparency), schaut sich das Werkstück genau an (Inspection) und feilt es dann passend zu (Adaption).

Warum die anderen falsch sind:
  • Plan – Do – Check ist der klassische PDCA-Qualitätskreis (Deming-Kreis), nicht die Scrum-Säulen.

  • Forming – Storming – Norming beschreibt die Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman.

  • Initiate – Plan – Close sind Phasen des klassischen Projektlebenszyklus, kein agiler Regelkreis.
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☝️ Single In Scrum bestimmt das Entwicklungsteam in der Sprint-Planung primär …
… das 'Wie' (welche User Stories es zieht und in welche Tasks es sie zerlegt).
… das 'Was' (welche Anforderungen der Product Owner in den Sprint einbringt und wie sie priorisiert sind).
… die Priorisierung des Product Backlog (welche Elemente zuerst abgearbeitet werden).
… den Geschäftswert der Anforderungen (welcher Nutzen für die Organisation erzielt wird).
Merksatz:
Das Team ist der Handwerker: Der Kunde wünscht sich das Haus, aber das Team bestimmt das „Wie“ – es zieht sich die Steine (User Stories) selbst und zersägt sie in handliche Ziegel (Tasks).

Warum die anderen falsch sind:
Das „Was“: Das bestimmt allein der Product Owner, da er die Anforderungen und Vision vorgibt.
Der Geschäftswert: Diesen Wert legt ausschließlich der Product Owner fest, da er die wirtschaftliche Verantwortung trägt.
  • Die Priorisierung: Die Reihenfolge im Backlog ist ebenfalls die Kernaufgabe des Product Owners, nicht des Teams.
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