🌐 Perspective 04.03.03

Compliance, Standards & Regularien

DSGVO, ISO, gesetzliche Vorgaben

Gesetzliche, normative und interne Vorgaben im Projekt berücksichtigen und einhalten.

Übungsfragen zu Compliance, Standards & Regularien (31)

☝️ Single Was versteht man unter 'Compliance' im Projektmanagement?
Das Verfahren, das die abschließende Bewertung der Projektergebnisse durch externe Gutachter zur Qualitätssicherung festlegt.
Den Prozess, der die vollständige Erfassung und Dokumentation aller Projektrisiken in einem zentralen Register gewährleistet.
Den Prozess, der die korrekte Einhaltung von Normen, Gesetzen und Richtlinien sicherstellt.
Die Methode, die eine regelmäßige Überprüfung der Projektkosten anhand von Soll-Ist-Vergleichen und Abweichungsanalysen vorsieht.
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✌️ Multi Welche der folgenden Gesetze sind im Kontext Jugend- und Mutterschutz bei einem Projekt mit einer minderjährigen, schwangeren Auszubildenden relevant? (Wähle alle zutreffenden)
Mutterschutzgesetz (MuSchG)
Handelsgesetzbuch (HGB)
Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
Straßenverkehrsordnung (StVO)
Merksatz:
Die schwangere (MuSchG), minderjährige (JArbSchG) Auszubildende (BBiG) bildet das "Schutz-Trio" der Ausbildung.

Warum die anderen falsch sind:
HGB: Regelt Handelsgeschäfte und Kaufleute, hat aber keinen Bezug zu individuellem Arbeitsschutz.
StVO: Regelt ausschließlich das Verhalten im Straßenverkehr und ist für den Schutz am Arbeitsplatz irrelevant.
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☝️ Single Eine Mitarbeiterin möchte im Intranet eine Geburtstagsliste aller Kolleginnen und Kollegen veröffentlichen. Ist das erlaubt?
Ja, da es der Förderung des Teamzusammenhalts dient und keine besonders schützenswerten Daten im Sinne der DSGVO enthält.
Ja, sofern die Liste nur für Mitarbeitende zugänglich ist und nicht extern oder öffentlich einsehbar gemacht wird.
Nein, da es sich um personenbezogene Daten handelt, die ohne Einwilligung der Betroffenen nicht veröffentlicht werden dürfen (DSGVO).
Ja, wenn die zuständige Führungskraft die Veröffentlichung ausdrücklich genehmigt und dies dokumentiert wird.
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☝️ Single Was ist der Unterschied zwischen einer 'Norm' und einem 'Standard' im Projektmanagement?
Normen stellen rechtlich verbindliche Vorschriften dar, während Standards lediglich unverbindliche Empfehlungen für die praktische Projektarbeit sind.
Normen (z.B. ISO, DIN) sind von Standardisierungsorganisationen erarbeitete Regeln, die nicht direkt rechtsverbindlich sind; Standards (z.B. ICB 4.0, PMBOK) sind häufig branchen- oder organisationsinterne Regelwerke.
Standards besitzen eine globale Gültigkeit und werden international harmonisiert, wohingegen Normen ausschließlich auf nationaler Ebene Anwendung finden.
Normen und Standards sind im Projektmanagement begrifflich austauschbar und bezeichnen beide lediglich allgemein anerkannte Vorgehensweisen ohne verbindlichen Charakter.
Merksatz:
Normen sind das offizielle Fundament von staatlich anerkannten Instituten (wie die DIN-Mauer oder das ISO-Dach), während Standards die flexiblen Clubregeln (wie die ICB-Projektbibel) einzelner Vereine oder Branchen sind.

Warum die anderen falsch sind:
Synonyme: Ignoriert, dass Normen einen formalen, konsensbasierten Gesetzgebungsprozess durchlaufen, während Standards oft von privaten Organisationen stammen.
Rechtsverbindliche Gesetze: Verkennt, dass auch staatliche Normen (DIN/ISO) an sich rechtlich freiwillig sind und erst durch Verträge oder Gesetze bindend werden.
  • Internationale Standards: Falsch, da es sowohl rein nationale Standards als auch hochgradig internationale Normen (ISO) gibt.
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✌️ Multi Welche der folgenden Normen sind für das Projektmanagement prüfungsrelevant? (Wähle alle zutreffenden)
DIN 5008 (Schreib- und Gestaltungsregeln für Texte)
DIN 69901 (Projektmanagement – national)
ISO 31000 (Risikomanagement)
ISO 21500 (Leitfaden für Projektmanagement – international)
ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme)
Merksatz:
Für den IPMA-Erfolg baust du ein stabiles Projekt-Haus: Das Fundament steht auf der DIN 69901 (national) und der ISO 21500 (international), während die Wände durch ISO 9001 (Qualität) und ISO 31000 (Risiko) abgesichert werden.

Warum die anderen falsch sind:
  • DIN 5008: Dies ist lediglich eine formale Gestaltungsregel für Briefe und Büroarbeiten, hat aber keinen inhaltlichen Bezug zu den Management-Methoden der IPMA-Prüfung.
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✍️ Offen Was ist der Unterschied zwischen den beiden Rechtssystemen 'Civil Law' (Kontinentaleuropäisches Recht) und 'Common Law' (Angloamerikanisches Recht) und welche Auswirkung hat das auf internationale Projekte?
Merksatz:
Civil Law ist das Gesetzbuch-Recht (wie in DE/FR): Das Gesetz regelt die Basis, Verträge sind kurz.
Common Law ist das Richter-Recht (wie in US/UK): Präzedenzfälle entscheiden. Hier gilt: „Was nicht im Vertrag steht, existiert nicht!“ Deshalb sind Common-Law-Verträge extrem dick und detailliert.

Für internationale Projekte merken:
Civil Law = Gesetz schützt: Kurze Verträge, da das Gesetzbuch Lücken füllt.
Common Law = Vertrag schützt: Riesige, detaillierte Verträge, da es kaum geschriebenes Standardrecht gibt. Das anwendbare Recht bestimmt also direkt die Dicke deiner Projektverträge und wie Streitigkeiten gelöst werden!
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☝️ Single Welche drei Grundwerte nennt der Ethik-Kodex der GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement)?
Transparenz, Effizienz, Innovation und Qualität
Verantwortung, Respekt, Fairness und Ehrlichkeit
Verantwortung, Kompetenz und Integrität
Nachhaltigkeit, Pünktlichkeit und Loyalität
Merksatz:
Wer Verantwortung übernimmt und anderen mit Respekt begegnet, handelt Fair und voller Ehrlichkeit – merk dir einfach die V-R-F-E-Formel (wie eine „Virtuelle Realität Für Ethik“).

Warum die anderen falsch sind:
Transparenz, Effizienz, Innovation, Qualität: Das sind typische operative Performance-Ziele, keine grundlegenden ethischen Kernwerte.
Nachhaltigkeit, Kompetenz, Pünktlichkeit, Loyalität: Pünktlichkeit ist eine reine Tugend und Nachhaltigkeit ein moderner Standard, aber kein klassischer GPM-Ehrenkodex-Wert.
  • Integrität, Flexibilität, Kommunikation, Teamgeist: Flexibilität und Kommunikation beschreiben Arbeitsweisen im Team, sind jedoch keine philosophischen Säulen des Kodex.
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☝️ Single Was ist der Unterschied zwischen dem 'Ethik-Kodex' einer Organisation und dem 'Code of Conduct'?
Der Ethik-Kodex wird von der Organisation selbst entwickelt, während der Code of Conduct immer von externen Prüfinstanzen vorgegeben und kontrolliert wird.
Der Ethik-Kodex beschreibt die grundlegenden ethischen Werte und Prinzipien; der Code of Conduct ist ein selbst auferlegter, veröffentlichter Verhaltenskodex, der konkretere Verhaltensregeln vorgibt.
Der Ethik-Kodex definiert die moralischen Grundwerte einer Organisation, während der Code of Conduct ausschließlich die gesetzlichen Anforderungen an das Verhalten der Mitarbeitenden zusammenfasst.
Der Ethik-Kodex ist ein internes Dokument für die Belegschaft, wohingegen der Code of Conduct verbindlich für alle externen Stakeholder und Geschäftspartner gilt.
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