Konflikte & Krisen
Glasl 9 Stufen, Deeskalation
Konflikte frühzeitig erkennen, konstruktiv bearbeiten und in Krisensituationen besonnen handeln.
Übungsfragen zu Konflikte & Krisen (27)
☝️ Single
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einem 'Konflikt' und einer 'Krise' im Projekt?
Ein Konflikt beschreibt eine vorübergehende Meinungsverschiedenheit im Team, während eine Krise lediglich eine besonders intensive Form des Konflikts darstellt, die sich durch Eskalation von selbst auflöst.
Ein Konflikt ist eine Auseinandersetzung zwischen Parteien mit unterschiedlichen Interessen, die noch lösbar ist; eine Krise ist ein kritischer Ausnahmezustand, der die Existenz des Projekts bedroht und sofortiges Handeln erfordert.
Konflikte entstehen ausschließlich durch persönliche Animositäten zwischen Teammitgliedern, wohingegen Krisen immer aus externen Faktoren wie Marktveränderungen oder Lieferantenproblemen resultieren.
Ein Konflikt lässt sich durch moderierte Gespräche im Projektteam beheben, während eine Krise grundsätzlich nur durch die direkte Anweisung des Lenkungsausschusses bewältigt werden kann.
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✌️ Multi
Welche Konfliktlösungsstrategien werden in der klassischen Literatur unterschieden? (Wähle alle zutreffenden)
Delegieren (der Konflikt wird ungeprüft an die nächsthöhere Ebene abgegeben)
Vermeiden (Konflikt wird ignoriert oder umgangen)
Durchsetzen/Zwang (eigene Position wird erzwungen)
Kompromiss (beide Seiten geben nach)
Glättung/Akkomodation (eigene Bedürfnisse zurückstellen)
Konfrontation/Problemlösung (Ursache wird direkt angegangen)
Merksatz:
Im Konflikt-Dschungel nutzt du die VK-KKD-Formel (wie ein „Voll-Kontakt-Kompakt-Dienst“): Vermeiden, Konfrontieren, Kompromiss finden, Korrigieren/Glätten (Akkomodation) oder Durchsetzen. Alle fünf Wege sind klassische Werkzeuge im Werkzeugkasten des Projektmanagers.
Da alle Antwortoptionen korrekt sind, gibt es keine falschen Optionen zu widerlegen – jede dieser fünf Strategien stellt eine etablierte Dimension im klassischen Konfliktmanagement (z.B. nach Thomas-Kilmann) dar.
Im Konflikt-Dschungel nutzt du die VK-KKD-Formel (wie ein „Voll-Kontakt-Kompakt-Dienst“): Vermeiden, Konfrontieren, Kompromiss finden, Korrigieren/Glätten (Akkomodation) oder Durchsetzen. Alle fünf Wege sind klassische Werkzeuge im Werkzeugkasten des Projektmanagers.
Da alle Antwortoptionen korrekt sind, gibt es keine falschen Optionen zu widerlegen – jede dieser fünf Strategien stellt eine etablierte Dimension im klassischen Konfliktmanagement (z.B. nach Thomas-Kilmann) dar.
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Merksatz:
Der Mediator ist kein Richter, sondern ein moderierender Lotse: Er steuert das Boot im Sturm, aber die zerstrittene Crew muss selbst rudern, um den sicheren Hafen der Einigung zu erreichen.
Die Kernpunkte im Kopf verankern:
Strukturierte Brücke: Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung.
Neutraler Lotse: Der Mediator entscheidet nie selbst, er moderiert nur (allparteilich).
Eigene Lösung: Die Parteien erarbeiten die Lösung eigenverantwortlich.
Wann einsetzen? Wenn das Projekt durch eine Blockade gelähmt ist – die direkte Kommunikation ist komplett abgebrochen und der Konflikt eskaliert.
Der Mediator ist kein Richter, sondern ein moderierender Lotse: Er steuert das Boot im Sturm, aber die zerstrittene Crew muss selbst rudern, um den sicheren Hafen der Einigung zu erreichen.
Die Kernpunkte im Kopf verankern:
Strukturierte Brücke: Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung.
Neutraler Lotse: Der Mediator entscheidet nie selbst, er moderiert nur (allparteilich).
Eigene Lösung: Die Parteien erarbeiten die Lösung eigenverantwortlich.
Wann einsetzen? Wenn das Projekt durch eine Blockade gelähmt ist – die direkte Kommunikation ist komplett abgebrochen und der Konflikt eskaliert.
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✍️ Offen
Zwei Teammitglieder verweigern die Zusammenarbeit, was das Projekt verlangsamt. Beschreibe dein Vorgehen als Projektleiter Schritt für Schritt.
Merksatz:
Denk an das „EPiC-Med-Doc“-Prinzip im Konflikt-Stau:
1. Einzeln hören (Perspektiven in Einzelgesprächen verstehen).
2. Prüfen (Sach- oder Beziehungskonflikt analysieren).
3. im Club moderieren (Gemeinsames Gespräch für Regeln und Interessen).
4. Mediation (Externe Hilfe holen, falls es eskaliert).
5. Document (Maßnahmen dokumentieren und Fortschritt beobachten).
Kurzformel: Erst Einzeln Prüfen, dann im Club Moderieren, im Notfall Medizin (Mediation) und Dokumentieren.
Denk an das „EPiC-Med-Doc“-Prinzip im Konflikt-Stau:
1. Einzeln hören (Perspektiven in Einzelgesprächen verstehen).
2. Prüfen (Sach- oder Beziehungskonflikt analysieren).
3. im Club moderieren (Gemeinsames Gespräch für Regeln und Interessen).
4. Mediation (Externe Hilfe holen, falls es eskaliert).
5. Document (Maßnahmen dokumentieren und Fortschritt beobachten).
Kurzformel: Erst Einzeln Prüfen, dann im Club Moderieren, im Notfall Medizin (Mediation) und Dokumentieren.
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Merksatz:
Denke an ein „Konflikt-EKG“, das im Projekt den Herzschlag misst: Erkennen, Konstruktiv lösen, Gestalten.
Erkennen & Analysieren: Du spürst Ursachen und Eskalationsstufen frühzeitig auf.
Konstruktiv lösen: Mit Methoden wie Mediation oder Kompromiss meisterst du Krisen, bevor sie das Projekt stoppen.
Denke an ein „Konflikt-EKG“, das im Projekt den Herzschlag misst: Erkennen, Konstruktiv lösen, Gestalten.
Erkennen & Analysieren: Du spürst Ursachen und Eskalationsstufen frühzeitig auf.
Konstruktiv lösen: Mit Methoden wie Mediation oder Kompromiss meisterst du Krisen, bevor sie das Projekt stoppen.
- Gestalten & Nutzen: Du siehst Konflikte als normale Begleiter, um durch sie bessere Lösungen zu formen und Krisen aktiv zu vermeiden.
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Es beschreibt eine Krise, die durch eine unerwartete Kettenreaktion in der Lieferkette ausgelöst wird.
Es ist ein Konflikt, der ausschließlich auf interkulturellen Missverständnissen und unterschiedlichen Kommunikationsstilen beruht.
Es handelt sich um eine Krise, die sich über einen längeren Zeitraum aus ungelösten Problemen und aufgeschobenen Entscheidungen entwickelt hat.
Es ist ein extrem seltenes, unvorhersehbares Ereignis mit massiven Auswirkungen, das erst rückblickend erklärbar erscheint.
Merksatz:
Ein Schwarzer Schwan ist wie ein UFO-Absturz im Vorgarten: Völlig unvorhersehbar und selten, schlägt ein wie eine Bombe (massive Auswirkung), und hinterher behauptet jeder Schlaumeier: „Das habe ich doch schon immer kommen sehen!“ (rückblickend erklärbar).
Langsame Entwicklung: Falsch, weil ein Schwarzer Schwan plötzlich und ohne Vorwarnung einschlägt, statt sich über Jahre hinweg anzubahnen.
Interkultureller Konflikt: Falsch, weil das Konzept eine globale, unvorhersehbare Krise beschreibt und kein reines Kommunikationsproblem zwischen Kulturen ist.
Ein Schwarzer Schwan ist wie ein UFO-Absturz im Vorgarten: Völlig unvorhersehbar und selten, schlägt ein wie eine Bombe (massive Auswirkung), und hinterher behauptet jeder Schlaumeier: „Das habe ich doch schon immer kommen sehen!“ (rückblickend erklärbar).
Langsame Entwicklung: Falsch, weil ein Schwarzer Schwan plötzlich und ohne Vorwarnung einschlägt, statt sich über Jahre hinweg anzubahnen.
Interkultureller Konflikt: Falsch, weil das Konzept eine globale, unvorhersehbare Krise beschreibt und kein reines Kommunikationsproblem zwischen Kulturen ist.
- Lieferketten-Kettenreaktion: Falsch, weil dies ein bekanntes, kalkulierbares Risiko (Domino-Effekt) darstellt und kein völlig unvorstellbares Extremereignis ist.
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✌️ Multi
Welche der folgenden Stufen gehören nach Friedrich Glasl in die 'Lose-Lose-Zone' (Stufen 7-9) der Konflikteskalation? (Wähle alle zutreffenden)
Begrenzte Vernichtungsschläge
Gemeinsam in den Abgrund
Zersplitterung
Koalitionen und Images
Debatte und Polemik
Merksatz:
In der tiefsten Hölle (Lose-Lose) herrscht die Zersplitterung, man führt Vernichtungsschläge und springt am Ende gemeinsam in den Abgrund – hier verlieren alle alles.
Warum die anderen falsch sind:
Debatte und Polemik: Gehört zu Stufe 2 (Win-Win), da man noch miteinander redet und Argumente austauscht, statt sich zu vernichten.
Koalitionen und Images: Gehört zu Stufe 5 (Win-Lose), da man hier noch Verbündete sucht, um den anderen bloßzustellen, statt sich selbst komplett zu opfern.
In der tiefsten Hölle (Lose-Lose) herrscht die Zersplitterung, man führt Vernichtungsschläge und springt am Ende gemeinsam in den Abgrund – hier verlieren alle alles.
Warum die anderen falsch sind:
Debatte und Polemik: Gehört zu Stufe 2 (Win-Win), da man noch miteinander redet und Argumente austauscht, statt sich zu vernichten.
Koalitionen und Images: Gehört zu Stufe 5 (Win-Lose), da man hier noch Verbündete sucht, um den anderen bloßzustellen, statt sich selbst komplett zu opfern.
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☝️ Single
Welcher Begriff beschreibt den Prozess, wenn Konfliktparteien einen unabhängigen Experten hinzuziehen, der eine (verbindliche oder nicht-verbindliche) Entscheidung in einem strittigen Sachverhalt trifft?
Adjudikation / Expertenentscheidung
Schlichtung / gütliche Einigung
Mediation / moderierte Konfliktlösung
Kreativitätstechnik / Ideenfindungsmethode
Merksatz:
Der Adjudi-Kator ist der „Katastrophen-Richter“: Er entscheidet als Experte wie ein Richter, während der Mediator nur vermittelt.
Mediation: Der Mediator entscheidet niemals selbst, sondern die Parteien müssen die Lösung eigenständig erarbeiten.
Brainstorming: Dies ist eine reine Kreativitätsmethode zur Ideensammlung und kein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung.
Der Adjudi-Kator ist der „Katastrophen-Richter“: Er entscheidet als Experte wie ein Richter, während der Mediator nur vermittelt.
Mediation: Der Mediator entscheidet niemals selbst, sondern die Parteien müssen die Lösung eigenständig erarbeiten.
Brainstorming: Dies ist eine reine Kreativitätsmethode zur Ideensammlung und kein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung.
- Schlichtung: Der Schlichter macht nur einen unverbindlichen Einigungsvorschlag, während die Adjudikation eine (oft vorläufig verbindliche) Entscheidung durch einen Experten fällt.
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