Governance

Lenkungsausschuss

Oberstes Steuerungsgremium

Oberstes Entscheidungsgremium aus Vertretern der wichtigsten Stakeholder.
Aufgaben: Strategische Entscheidungen, Budgetfreigabe, Eskalationsinstanz.
Abgrenzung: LA entscheidet WAS — Projektleiter entscheidet WIE.

Passende Übungsfragen

☝️ Single Welche Rolle hat der Lenkungsausschuss (Steering Committee)?
Er übernimmt die fachliche Leitung des Projekts und tritt an die Stelle des Projektleiters
Er definiert die technischen Spezifikationen und programmiert die funktionalen Anforderungen des Projektergebnisses
Er ist das oberste Entscheidungs- und Eskalationsgremium auf strategischer Ebene
Er ist für die operative Steuerung und die tägliche Umsetzung der Projektaktivitäten verantwortlich
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✍️ Offen Welche Aufgaben hat ein Lenkungsausschuss und wie grenzt er sich vom Projektleiter ab?
Merksatz:

Der Lenkungsausschuss ist der Kapitän, der den Kurs (das WAS), das Budget und die Meilensteine bestimmt und bei Sturm (Eskalation) entscheidet. Er fasst das Steuer selbst nicht an.

Der Projektleiter ist der Steuermann, der das Schiff operativ durch den Alltag lenkt (das WIE) und dem Kapitän regelmäßig Bericht erstattet.

Lenkungsausschuss (Strategie): Gibt Geld und Rahmen frei, entscheidet bei großen Änderungen, greift nie ins Tagesgeschäft ein. Besteht aus Auftraggeber und Top-Stakeholdern.
Projektleiter (Operative): Plant, steuert und setzt im vorgegebenen Rahmen um.
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✍️ Offen In einem komplexen Produktentwicklungsprojekt schlägt die Phase 'Konzeption' fehl, weil die definierten Qualitätskriterien am ersten 'Quality Gate' (Meilenstein mit Freigabeentscheidung) nicht erfüllt sind. Nennen Sie zwei grundsätzliche Handlungsoptionen (Entscheidungswege), die dem Lenkungsausschuss an diesem Gate formal offenstehen. Beschreiben Sie zudem, wie sich diese beiden Optionen in Bezug auf den weiteren Ressourceneinsatz und das Projektrisiko voneinander unterscheiden.
Merksatz:

Am Gate gilt das „Loop-or-Kill“-Prinzip: Der Lenkungsausschuss zieht entweder die Schleife (Nacharbeit) oder den Stecker (Abbruch).

Option 1: Loop (Nacharbeit)
Ressourcen: Mehr Zeit und Geld fließen hinein.
Risiko: Das Risiko für Produktmängel sinkt, aber das Risiko für Budget- und Zeitüberschreitungen (Overrun) steigt.

Option 2: Kill (Abbruch)
Ressourcen: Sofortiger Stopp aller Investitionen (Schadensbegrenzung).
Risiko: Das finanzielle Zukunftsrisiko sinkt sofort auf Null.

Kurz: Loop kostet Geld, senkt Produkt-Risiko. Kill spart Geld, beendet das Risiko.
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✍️ Offen Im Rahmen der Kostenplanung müssen Projektkosten strukturiert und zeitlich zugeordnet werden, bevor ein Budget freigegeben werden kann. Erläutern Sie den Unterschied zwischen Einzelkosten und Gemeinkosten im Projektkontext. Beschreiben Sie zudem, warum für eine fundierte Budgetfreigabe durch den Lenkungsausschuss nicht nur die Gesamtsumme der Kosten, sondern auch die zeitliche Verteilung (der Kostengang) zwingend erforderlich ist und begründen Sie dies aus Sicht des Finanzmanagements.
Merksatz:

Einzelkosten sind wie ein maßgeschneiderter Maßanzug – sie passen direkt und exklusiv zu einem Arbeitspaket (z. B. Spezialmaterial).
Gemeinkosten sind wie die Miete für das Schneideratelier – sie werden über einen Schlüssel auf alle aufgeteilt (z. B. Verwaltung).

Für die Budgetfreigabe reicht die Gesamtsumme nicht, da der Lenkungsausschuss den Kostengang (die zeitliche Verteilung) braucht.
Stell dir ein Eisberg-Modell vor: Die Gesamtsumme ist nur die Spitze. Erst der zeitliche Verlauf zeigt den Mittelabfluss, um die Liquidität zu sichern. Ohne diesen Zeitplan droht das Projekt wie die Titanic an einem plötzlichen Zahlungsengpass (Eisberg) zu zerschellen, weil das Geld nicht rechtzeitig auf dem Konto ist.
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✍️ Offen Sie leiten ein Projekt, in dem es zu einem schwerwiegenden Fehler gekommen ist, der das Projektbudget erheblich belasten wird. Ihr Team schlägt vor, den Fehler intern zu beheben und die Kosten unter einer anderen Position zu verbuchen, um eine Eskalation an den Lenkungsausschuss zu vermeiden. Erläutern Sie, wie Sie in dieser Situation handeln würden, um dem Kompetenzelement 'Persönliche Integrität und Verlässlichkeit' gerecht zu werden, und begründen Sie Ihre Entscheidung.
Merksatz:

„Der ehrliche Kapitän fälscht nicht das Logbuch, sondern meldet das Leck sofort dem Reeder – mit dem Rettungsplan in der Hand.“

Erklärung für den Kopf:
Integrität bedeutet radikale Transparenz. Fehler werden niemals vertuscht oder umgebucht. Geh sofort zum Lenkungsausschuss (Reeder), lege die Karten offen auf den Tisch und präsentiere direkt die Lösung. Das schützt dein wichtigstes Gut: dein Vertrauen und deine Reputation. Wer schummelt, geht unter.
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